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Magnetfeldmessungen
(Geomagnetik)

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Andere Messungen
im Aufbau

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Magnetfeldmessungen (Geomagnetik)
Verglichen mit dem Schwerebild können die Magnetfeldkonturen von Impaktstrukturen wesentlich komplexer sein. Es gibt prinzipiell drei Möglichkeiten, daß sich Magnetfeldanomalien in und um Impaktstrukturen herum bilden:
-- Umlagerung magnetisierter Gesteinsmassen im Kraterbildungsprozess -- Zerstörung bestehender Gesteinsmagnetisierungen (z.B. durch Schockwellen) -- Bildung neuer magnetischer Phasen im Gestein (z.B. durch chemische Veränderungen, Erwerbung einer thermoremanenten Magnetisierung). Näheres steht z.B. bei Pohl, J. (1994): The effect of shock on magnetic properties of rocks and minerals. European Science Foundation Network: Impact cratering and evolution of Planet Earth. Third International Workshop on Shock wave behaviour of solids in nature and experiments, Limoges, France. Abstract book, p. 51.
Eine auffällige negative Anomalie des Erdmagnetfeldes ist mit dem Ries-Krater verknüpft (Bild unten). Der verursachende Gesteinskörper ist eine mehrere 100 m mächtige Suevitlage im Inneren der Struktur. Dominierend im Suevit ist eine inverse thermoremanente Magnetisierung, die das Breccienmaterial bei der Abkühlung unter die Curie-Temperatur erworben hat (Pohl, J. (1965). Die Magnetisierung der Suevite des Rieses. - N. Jb. Min., Mh., H. 9-11, 268-276.).

Ein beachtenswertes Ergebnis im Rieskrater haben gesteinsmagnetische Untersuchungen am Suevit und den darüberliegenden Seesedimenten ergeben. Wie zuvor erwähnt, besitzt der Suevit eine inverse Magnetisierung; aber die Sedimente, die unmittelbar nach dem Impakt direkt über dem Suevit abgelagert wurden, zeigen eine normale Magnetisierung. Das führt zu zwingenden Überlegungen, ob der Ries-Impakt einen Polaritätswechsel des Erdmagnetfeldes hat herbeiführen können (Pohl, J., 1978: Evidence for the coincidence of a geomagnetic reversal with the Ries impact event. - Meteoritics, 13, 600.).
Fortsetzung folgt ...
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