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Untersuchungen zur Geologie, Geophysik und Petrologie von Impaktstrukturen (Meteoritenkrater)
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Die Impaktstruktur Steinheimer BeckenDas Steinheimer Becken ist sehr wahrscheinlich eine Zwillingsstruktur des etwa 15 Mill. Jahre alten Nördlinger Rieses. Es ist eine typische komplexe Impaktstruktur mit einem ausgeprägten Zentralberg (Durchmesser etwa 1000 m), wie es ein topographisches Profil (weiter unten), ein Satellitenbild und die geologische Karte (siehe die nachfolgenden Bilder) zeigen. Gewöhnlich wird ein Durchmesser von 3,7 km für die Struktur genannt, aber es gibt Hinweise, daß sie weitaus größer ist (siehe Gravimetrie). Satellitenbild des Steinheimer Beckens. In dem kleinen Bild ist der Zentralberg mit einem roten Kreis (Durchmesser 1 km) markiert. Geologische Karte des Steinheimer Beckens. Der sedimentäre Untergrund bestand beim Impakt aus jurassischen Kalk-, Mergel-, Sand- und Tonsteinen. Aus diesen Gesteinen bestehen die Megabrekzie des Zentralberges und eine polymikte Brekzie innerhalb des Beckens. Mäßige Schockeffekte sind aus Quarzen in Doggersandsteinen bekannt. Einen wohlbekannten makroskopischen Schockeffekt stellen die wunderschönen Shattercones dar, die bereits 1905 in der Literatur beschrieben wurden. Ebenfalls als Schockeffekt wird eine sehr engständige subparallele Bruchbildung in Kalksteinen angesehen (Reiff 1979). Shattercone in einem Malm-Kalkstein; größte Abmessung 6 cm. Hier klicken für mehr Shattercones aus dem Steinheimer Becken. Engständige subparallele Bruchbildung in einem Malm-Kalkstein. Maximale Breite der Probe 10 cm. Polymikte Beckenbrekzie im Steinheimer Becken. Breite der Probe 10 cm. Nach dem Impakt kam es zur Ablagerung von tertiären und quartären Sedimenten, die das Becken weitgehend ausfüllen, wehalb Aufschlüsse mit Impaktmerkmalen sehr selten sind. In dem aufgelassenen Steinbruch am Burgstall bilden bei der Exkavation herausgeschobene Gesteine eine Brekzie aus großen Blöcken, die z.T. Mörteltextur und Gries-Brekziierung zeigen. Der aufgelassene Steinbruch am Burgstall. Kalkstein-Brekzie im Burgstall-Aufschluß. Der Galgenberg im östlichen Becken ist eine allochthone, angehobene Scholle aus Malm-Kalksteinen. Teil der Galgenberg-Scholle. Subparallele offene Brüche in einer Kieselknolle im Malmkalk der Galgenberg-Scholle. Die Streichrichtung der Bruchflächen zielt auf die Mitte des Zentralberges. Zum Vergleich wird auf die schockinduzierten Brüche in den Buntsandstein-Quarzitgeröllen bei der Rubielos de la Cérida-Impaktstruktur (Spanien) verwiesen. Stark verformte und zerbrochene Malm-Kalksteine an nordwestlichen Kraterrand (Hirschtal). |
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