Untersuchungen zur Geologie, Geophysik und Petrologie von Impaktstrukturen (Meteoritenkrater)
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Chiemgau-Impakt

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Kord Ernstson

Geophysiker und Geologe
Dr. rer. nat. (Geophysik) 
Dr. rer. nat. habil. (Geologie)  
apl. Professor an der Universität Würzburg,
Fakultät f. Geowissenschaften 
    ernstson.jpg (18747 Byte)

    Fernando Claudin

    Geologe
    Gymnasiallehrer
    Mitarbeiter des Museums für Geologie in Barcelona (Spanien)

    Neuererscheinung

    Kord Ernstson: Der Chiemgau-Impakt. Ein bayerisches Meteoritenkraterfeld.
    80 Seiten, 40 Abbildungen, fester Einband. ISBN 978-3-00-031128-4
    Preis: 10 Euro. Mehr Informationen und Bestellung HIER


    Museum

    Seit Oktober 2009 gibt es ein kleines Museum zum Chiemgau-Impakt. Die permanente Ausstellung befindet sich in Grabenstätt, im Außengebäude des Rathauses in der Schlossökonomie. Mehr Informationen und ein Link zu einem virtuellen Besuch HIER.


    Neu : Liebe Besucherin, lieber Besucher unserer Website, wir sind momentan dabei, die Impakt-Seiten www.impact-structures.com, www.estructuras-de-impacto.impact-structures.com und www.impaktstrukturen.de völlig neu zu gestalten. Im Zuge dieser Neugestaltung werden wir die Themen vertiefen, sie klarer konfigurieren sowie mehr Text und Bilder bringen, wobei bei letzteren noch mehr Beispiele von Proben aus unserer Sammlung von Impaktgesteinen (Impaktiten) Berücksichtigung finden.

    Technisch gesehen, werden wir die Beiträge der Menüs und Submenüs Schritt für Schritt ersetzen, und da die Seiten ein neues Design erhalten, werden altes und neues Aussehen eine zeitlang nebeneinander existieren.

    Wegen der vielfältigen Querverweise innerhalb der alten Versionen können wir nicht völlig ausschließen, dass es während der Neuorganisation zu Fehlfunktionen kommt. Wir bitten um Nachsicht!

    Zunächst sind wir dabei, die englische Version fertig zu stellen; dann folgen die spanische und die deutsche Version. Wenn Sie also daran interessiert sind, schon jetzt einen Blick auf die Neugestaltung mit sehr vielen zusätzlichen Informationen zu werfen, machen Sie einen Abstecher zur www.impact-structures.com -Seite.

    Für den Anfang können Sie sich die folgenden neuen und neu gestalteten Menüpunkte vornehmen:

    Introduction
    Understanding the Impact Cratering Process: A simple Approach
    Impact rocks - impactites
    Impact melt rocks
    Suevites
    Impact breccias
    Shatter cones
    Impact Ejecta
    Shock Metamorphism
    Geophysics of Impact Structures

    Besuchen Sie und unsere Bilderschau:

    als selbstablaufende Diaschau oder mittels Auswahltext und Grossbildern


    Neu auf www.impaktstrukturen.de:

    Neuer Artikel:

    The mid-Tertiary Azuara and Rubielos de la Cérida paired impact structures (Spain)                 by K. Ernstson, F. Claudín, U. Schüssler and K.Hradil

    Die 2002 gedruckte umfangreiche Arbeit über die spanischen Azuara- und Rubielos de la Cérida-Impaktstrukturen ist nunmehr hier als PDF-Datei herunterzuladen, die Zusammenfassung hier anzuklicken. Ein relativ rasches Herunterladen wurde auf Kosten der Druckqualität gewählt, was sich  vor allem bei den Fotos bemerkbar macht. Anfragen nach Sonderdrucken kann in sehr beschränktem Umfang noch nachgekommen werden.

    Nach dem Druck dieser Arbeit haben weiterführende geologische und petrographische Arbeiten gezeigt, daß sich die Rubielos de la Cérida-Struktur nach Süden zu einem etwa 80 langen Impaktbecken erweitert. Die darüber von der Zeitschrift Meteorite publizierte Arbeit kann hier heruntergeladen werden.

    The Sirente craters (Italy): On the possible origin of geomagnetic anomalies (Ormö et al. 2007)

    Daroca und das Impaktereignis von Azuara

    The Holocene Tüttensee meteorite impact crater in southeast Germany
    [Der holozäne Tüttensee-Meteoritenkrater in Südostdeutschland]

    Absturz im Altertum - holozäne Impakte

    Das Azuara-Impaktereignis im spanischen Fernsehen

    Eine geologische Exkursion in die Impaktstrukturen von Azuara und Rubielos de la Cérida (auf Spanisch)

    Regmaglypts on clasts from the Puerto Mínguez ejecta, Azuara
    multiple impact event (Spain)
    by Ferran Claudin & Kord Ernstson

    Ungewöhnliche Impakt-Schmelzgesteine

    An Impact Crater Chain in Northern Spain - der vollständige Artikel aus der Zeitschrift METEORITE

    Sind gebogene planare Deformationsstrukturen (PDFs) keine PDFs?

    Datenbank irdischer Impaktstrukturen

    Die Impaktbreccien-Seite

    Eine umfassende Abhandlung über das Impaktbecken und die Kraterkette von Rubielos de la Cérida (Spanien) mit 170 neuen Photos (Aufschlüsse, Impaktbreccien, Impakt-Schmelzgesteine, Dünnschliffbilder zur Schockmetamorphose), Tabellen und Diagrammen.


    Neu auf www.chiemgau-impakt.de:

    Bild der Woche

    Akkretionäre Lapilli aus den Impaktstrukturen Azuara und Rubielos de la Cérida (Spanien)

    "Akkretionäre Lapilli" ist ein Begriff, der ursprünglich allein mit Vulkanismus in Verbindung gebracht wurde. Akkretionäre Lapilli sind Kügelchen, die sich durch Zusammenballung von feiner Asche um kondensierende Wassertröpfchen, aber auch um feste Partikel bilden, insbesondere in dampfreichen Eruptionssäulen. Gewöhnlich zeigen sie einen konzentrischen internen Aufbau, und sie können, wenn sie sich einmal gebildet haben, durch pyroklastischen Rückfall und Fließprozesse transportiert und abgelagert werden. Akkretionäre Lapilli mit einem kleinen Gesteinsbrocken als Kern findet man häufig in basaltischen base-surge-Ablagerungen (armoured lapilli).


    Bild 1: Akkretionärer Lapillo (Durchmesser 0,5 mm) aus der basalen
    Suevitbreccie in der Azuara-Impaktstruktur (Mayer 1990). Dünnschliffaufnahme,
    xx Nicols.

    Da ähnliche Prozesse in der turbulenten Explosionswolke ablaufen, die sich beim Impakt über dem sich vergrößernden Exkavationskrater ausdehnt, ist es nicht verwunderlich, daß akkretionäre Lapilli auch in Impaktablagerungen gefunden werden. Graup (1981) beschreibt akkretionäre Lapilli aus dem Suevit des Rieskraters. Man findet sie ebenfalls in Auswurfmassen der K/T - Chicxulub-Impaktstruktur in Mexiko (http://www.lpi.usra.edu/meetings/metsoc2000/pdf/5124.pdf, http://www.lpi.usra.edu/meetings/largeimpacts2003/pdf/4113.pdf) und Belize (http://www.icdp-online.de/news/workshops/abstracts/EGS03/EAE03-J-06925.pdf). Ferner treten sie in Form von Lapillistein-Klasten in der Megabreccie auf, die mit dem spätdevonischen Alamo-Impakt verknüpft ist.

    In der Azuara-Impaktstruktur wurden akkretionäre Lapilli zum erstenmal von Mayer (1990) beschrieben. Bild 1 zeigt einen typischen Lapillo aus der Matrix der basalen Suevitbreccie aus der Nähe von Muniesa. Das Innere wird von sehr schlecht sortiertem Material (Calcit, Quarz, Erz) gebildet. Die Randzone wird von konzentrischen Lagen aus feinerem, meist mikritischem Calcit-Material aufgebaut. Ähnliche akkretionäre Lapilli werden in der Matrix von Brecciengängen in der Azuara-Struktur beobachtet.

    Akkretionäre Lapilli finden sich auch im Matrixmaterial der basalen Suevitbreccie und von Brecciengängen im Rubielos de la Cérida-Impaktbecken (als Teil der Azuara/Rubielos de la Cérida-Kraterkette; siehe http://www.impaktstrukturen.de/Archiv/archiv.html ).

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    Bilder 2 - 5: Akkretionäre Lapilli aus der basalen Suevitbreccie des Rubielos de la Cérida-Impaktbeckens. Dünnschliffaufnahmen, xx Nicols; die Breiten der Aufnahmen betragen 3.5, 5, 6.5 and 3 mm.

    Die Bilder 2 - 5 zeigen akkretionäre Lapilli aus der basalen Suevitbreccie aus der Nähe von Corbatón im Rubielos de la Cérida-Impaktbecken. Die Lapilli (... Fortsetzung)


    Bilder der Woche: Impakt-Highlights


    Kurzmeldungen

    ABSTRACT

    Ries-Impaktstruktur: Zurück zum Vulkan?

    Neuer Artikel: Ein außergewöhnliches prähistorisches Artefakt aus den Auswurfmassen des Meteoritenkraters Tüttensee (Chiemgau)

    Absturz im Altertum - holozäne Impakte

    Die meisten Astronomen sind davon überzeugt, daß die Erde in den letzten 10 000 Jahren (geologisch: im Holozän) nicht von einem großen Kometen- oder Asteroiden-Einschlag heimgesucht wurde. Eines ihrer Schlüsselargumente ist, daß die Statistik (!) gegen solche jungen Ereignisse spricht. Sie könnten Unrecht haben, da die Anzeichen für solche rezenten Impakte ziemlich groß sind, was insbesondere von einer Gruppe von Wissenschaftlern, der Holocene Impact Working Group, die seit etwa zwei Jahren existiert, herausgestellt wird.

    Ein jetzt in der New York Times veröffentlichter Artikel erhellt diese Kontroverse, und ein Artikel und ein Buch zum Thema, die in Kürze erscheinen (siehe nachfolgende Angaben), werden die Diskussion mit Sicherheit anheizen. Vor diesem Hintergrund schlagen wir vor, besser die Statistik an die gegebenen Befunde anzupassen.

    The New York Times, 14. November 2006:

    Ancient Crash, Epic wave - Did an Asteroid Impact cause an Ancient Tsunami?

    By Sandra Blakeslee http://www.nytimes.com/2006/11/14/science/14WAVE.html?em&ex=1163653200&en=71ac408b3f2c7fdd&ei=5070

    Artikel im Druck: Mediterranean Archaeology and Archaeometry Vol. 6, No. 3 (2006)

    Does the myth of Phaethon reflect an impact? – Revising the fall of Phaethon and considering a possible relation to the Chiemgau Impact  (by M. A. & B. Rappenglück)

    Spiegelt der Mythos von Phaethon einen Impakt wider? – Neue Überlegungen zum Sturz des Phaethon und zu einem möglichen Zusammenhang mit dem Chiemgau-Impakt (von M.A. & B. Rappenglück)

    Zusammenfassung. - In der griechischen Mythologie gibt es eine Erzählung, die immer wieder als Beschreibung des Falls eines Himmelskörpers gedeutet worden ist: die Geschichte von Phaethon, der mit dem Sonnenwagen seines Vaters Helios eine verhängnisvolle Fahrt unternimmt. Als erstes stellt dieser Aufsatz die Argumente vor, die von antiken Autoren aufgeführt werden, um diesen Mythos als Widerspiegelung eines Naturphänomens zu interpretieren. Anschließend werden in den alten Beschreibungen von Phaethons Sturz enthaltene Details mit heutigen Kenntnissen über Impaktphänomene verglichen. Des weiteren werden die Texte auf Hinweise zu Zeit und Ort des vermuteten Impakts untersucht. Die so erzielten Ergebnisse stützen die Vermutung, dass der Mythos von Phaethon einen konkreten Meteoritenfall widerspiegeln könnte, nämlich den sog. Chiemgau-Impakt. Dieser Impakt, der ein ausgedehntes Kraterstreufeld von etwa 100 Kratern hinterließ, ereignete sich vermutlich während der Keltenzeit. Eine auffällige Überschneidung zwischen der Überlieferung des Phaethon-Mythos und dem bisher in Betracht gezogenen Zeitrahmen für den Chiemgau-Impakt gibt neue Anhaltspunkte, um den Chiemgau Impakt möglicherweise in die Zeit zwischen 600 und 428 v. Chr. zu datieren.

    Mehr dazu hier: www.chiemgau-impakt.de .

    Buch für Dezember 2006 angekündigt:

    Comet/Asteroid Impacts and Human Society

    Bobrowsky, Peter T.; Rickman, Hans (Eds.)

    2007, Approx. 555 p., 81 illus., Hardcover

    ISBN-10: 3-540-32709-6

    ISBN-13: 978-3-540-3270

    http://www.springer.com/east/home/environment/management?SGWID=5-10004-22-138798640-0

    Mehr dazu:   http://www.am.org/iupsys/ec2005/ec-05-10-2-2b-slovic-reportintro.pdf


    NEUE WEBSITE: Das Azuara-Impakt-Ereignis

    http://www.azuara.org/evento.htm


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