Untersuchungen zur Geologie, Geophysik und Petrologie von Impaktstrukturen (Meteoritenkrater)
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Chiemgau-Impakt

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Kord Ernstson

Geophysiker und Geologe
Dr. rer. nat. (Geophysik) 
Dr. rer. nat. habil. (Geologie)  
apl. Professor an der Universität Würzburg,
Fakultät f. Geowissenschaften 
    ernstson.jpg (18747 Byte)

    Fernando Claudin

    Geologe
    Gymnasiallehrer
    Mitarbeiter des Museums für Geologie in Barcelona (Spanien)

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    Neu auf www.impaktstrukturen.de:

    Neuer Artikel:

    The mid-Tertiary Azuara and Rubielos de la Cérida paired impact structures (Spain)                 by K. Ernstson, F. Claudín, U. Schüssler and K.Hradil

    Die 2002 gedruckte umfangreiche Arbeit über die spanischen Azuara- und Rubielos de la Cérida-Impaktstrukturen ist nunmehr hier als PDF-Datei herunterzuladen, die Zusammenfassung hier anzuklicken. Ein relativ rasches Herunterladen wurde auf Kosten der Druckqualität gewählt, was sich  vor allem bei den Fotos bemerkbar macht. Anfragen nach Sonderdrucken kann in sehr beschränktem Umfang noch nachgekommen werden.

    Nach dem Druck dieser Arbeit haben weiterführende geologische und petrographische Arbeiten gezeigt, daß sich die Rubielos de la Cérida-Struktur nach Süden zu einem etwa 80 langen Impaktbecken erweitert. Die darüber von der Zeitschrift Meteorite publizierte Arbeit kann hier heruntergeladen werden.

    The Sirente craters (Italy): On the possible origin of geomagnetic anomalies (Ormö et al. 2007)

    Daroca und das Impaktereignis von Azuara

    The Holocene Tüttensee meteorite impact crater in southeast Germany
    [Der holozäne Tüttensee-Meteoritenkrater in Südostdeutschland]

    Absturz im Altertum - holozäne Impakte

    Das Azuara-Impaktereignis im spanischen Fernsehen

    Eine geologische Exkursion in die Impaktstrukturen von Azuara und Rubielos de la Cérida (auf Spanisch)

    Regmaglypts on clasts from the Puerto Mínguez ejecta, Azuara
    multiple impact event (Spain)
    by Ferran Claudin & Kord Ernstson

    Ungewöhnliche Impakt-Schmelzgesteine

    An Impact Crater Chain in Northern Spain - der vollständige Artikel aus der Zeitschrift METEORITE

    Sind gebogene planare Deformationsstrukturen (PDFs) keine PDFs?

    Datenbank irdischer Impaktstrukturen

    Die Impaktbreccien-Seite

    Eine umfassende Abhandlung über das Impaktbecken und die Kraterkette von Rubielos de la Cérida (Spanien) mit 170 neuen Photos (Aufschlüsse, Impaktbreccien, Impakt-Schmelzgesteine, Dünnschliffbilder zur Schockmetamorphose), Tabellen und Diagrammen.


    Neu auf www.chiemgau-impakt.de:

    Bilder der Woche

    Azuara-Impaktstruktur (Spanien), Impaktstruktur Nördlinger Ries (Deutschland): Impakt als geologischer Prozeß

    Einige Kilometer außerhalb des nördlichen Ringes der Azuara-Impaktstruktur ragen bei Belchite eine Handvoll großer isolierter Schollen jurassischer Kalksteine aus den jungtertiären Post-Impakt-Sedimenten des Ebro-Beckens hervor. In diesen Schollen sind mehrere Steinbrüche angelegt. Sie gewähren einen lehrreichen Einblick in die drastischen Deformationen, die riesige Gesteinsvolumina beim Impakt erfahren haben.

    A B

    Bild A zeigt einen Ausschnitt eines großen Steinbruches (UTM-Koordinaten 0687000, 4583000), wobei die sichtbare Länge grob 300 m beträgt. Die Kalksteine sind durch und durch zertrümmert, und es hat sich eine mehr oder weniger durchhaltende Brekzie mit Vergriesung und Mörteltextur gebildet (siehe die Bilder B bis E).

    C
    D E

    Vergleichbare drastische und durchhaltende Zertrümmerungen (Bilder F und G) sind in einem weiteren Steinbruch in einer anderen Scholle (UTM-Koordinaten 0683000, 4583000) aufgeschlossen. Fortsetzung...


    Bilder der Woche: Impakt-Highlights


    Kurzmeldungen

    Neuer Artikel: Ein außergewöhnliches prähistorisches Artefakt aus den Auswurfmassen des Meteoritenkraters Tüttensee (Chiemgau)

    Absturz im Altertum - holozäne Impakte

    Die meisten Astronomen sind davon überzeugt, daß die Erde in den letzten 10 000 Jahren (geologisch: im Holozän) nicht von einem großen Kometen- oder Asteroiden-Einschlag heimgesucht wurde. Eines ihrer Schlüsselargumente ist, daß die Statistik (!) gegen solche jungen Ereignisse spricht. Sie könnten Unrecht haben, da die Anzeichen für solche rezenten Impakte ziemlich groß sind, was insbesondere von einer Gruppe von Wissenschaftlern, der Holocene Impact Working Group, die seit etwa zwei Jahren existiert, herausgestellt wird.

    Ein jetzt in der New York Times veröffentlichter Artikel erhellt diese Kontroverse, und ein Artikel und ein Buch zum Thema, die in Kürze erscheinen (siehe nachfolgende Angaben), werden die Diskussion mit Sicherheit anheizen. Vor diesem Hintergrund schlagen wir vor, besser die Statistik an die gegebenen Befunde anzupassen.

    The New York Times, 14. November 2006:

    Ancient Crash, Epic wave - Did an Asteroid Impact cause an Ancient Tsunami?

    By Sandra Blakeslee http://www.nytimes.com/2006/11/14/science/14WAVE.html?em&ex=1163653200&en=71ac408b3f2c7fdd&ei=5070

    Artikel im Druck: Mediterranean Archaeology and Archaeometry Vol. 6, No. 3 (2006)

    Does the myth of Phaethon reflect an impact? – Revising the fall of Phaethon and considering a possible relation to the Chiemgau Impact  (by M. A. & B. Rappenglück)

    Spiegelt der Mythos von Phaethon einen Impakt wider? – Neue Überlegungen zum Sturz des Phaethon und zu einem möglichen Zusammenhang mit dem Chiemgau-Impakt (von M.A. & B. Rappenglück)

    Zusammenfassung. - In der griechischen Mythologie gibt es eine Erzählung, die immer wieder als Beschreibung des Falls eines Himmelskörpers gedeutet worden ist: die Geschichte von Phaethon, der mit dem Sonnenwagen seines Vaters Helios eine verhängnisvolle Fahrt unternimmt. Als erstes stellt dieser Aufsatz die Argumente vor, die von antiken Autoren aufgeführt werden, um diesen Mythos als Widerspiegelung eines Naturphänomens zu interpretieren. Anschließend werden in den alten Beschreibungen von Phaethons Sturz enthaltene Details mit heutigen Kenntnissen über Impaktphänomene verglichen. Des weiteren werden die Texte auf Hinweise zu Zeit und Ort des vermuteten Impakts untersucht. Die so erzielten Ergebnisse stützen die Vermutung, dass der Mythos von Phaethon einen konkreten Meteoritenfall widerspiegeln könnte, nämlich den sog. Chiemgau-Impakt. Dieser Impakt, der ein ausgedehntes Kraterstreufeld von etwa 100 Kratern hinterließ, ereignete sich vermutlich während der Keltenzeit. Eine auffällige Überschneidung zwischen der Überlieferung des Phaethon-Mythos und dem bisher in Betracht gezogenen Zeitrahmen für den Chiemgau-Impakt gibt neue Anhaltspunkte, um den Chiemgau Impakt möglicherweise in die Zeit zwischen 600 und 428 v. Chr. zu datieren.

    Mehr dazu hier: www.chiemgau-impakt.de .

    Buch für Dezember 2006 angekündigt:

    Comet/Asteroid Impacts and Human Society

    Bobrowsky, Peter T.; Rickman, Hans (Eds.)

    2007, Approx. 555 p., 81 illus., Hardcover

    ISBN-10: 3-540-32709-6

    ISBN-13: 978-3-540-3270

    http://www.springer.com/east/home/environment/management?SGWID=5-10004-22-138798640-0

    Mehr dazu:   http://www.am.org/iupsys/ec2005/ec-05-10-2-2b-slovic-reportintro.pdf


    NEUE WEBSITE: Das Azuara-Impakt-Ereignis

    http://www.azuara.org/evento.htm



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    01.10.2007

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