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Untersuchungen zur Geologie, Geophysik und Petrologie von Impaktstrukturen (Meteoritenkrater)
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Strukturelle Besonderheiten in der Azuara-Impaktstruktur
Besondere strukturelle Lagerungsverhältnisse in Dogger-Kalksteinen (randlicher Bereich bei Almonacid de la Cuba, Barranco de Bocafóz). Viel häufiger als bei tektonischen Prozessen, werden in Impaktstrukturen Auswirkungen starker Zugbeanspruchung beobachtet (wie hier in der Azuara-Struktur). Das ist auf die starken Entlastungsbewegungen nach dem Durchgang der Stoßwellen zurückzuführen. In der Strukturgeologie unbekannte, eigentümliche Kluftscharen in der Azuara-Impaktstruktur (zwischen Moneva und Moyuela; Höhe des Aufschlusses etwa 5 m). Konjugierte Scharen stark gekrümmter Klüfte zerschneiden den jurassischen Kalkstein in Balken mit annähernd rhomboedrischem Querschnitt (zur Verdeutlichung nachgezeichnet). Das Streichen dieser Scharen und ähnlich strukturierter Kluftscharen in mehreren anderen Azuara-Aufschlüssen ist grob auf das Zentrum der Impaktstruktur gerichtet. Nach einer Modellvorstellung (Müller & Ernstson 1990) entstanden die gekrümmten Kluftscharen während des Exkavationsprozesses durch eine dynamische Stresswellen-Modulation sich entwickelnder (laufender) Brüche. |
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