Mehr besondere Breccien
Impaktbreccie bei Singra
Diese Breccie (Vorder- und Rückseite einer polierten Scheibe sowie Detailansichten in den nachfolgenden Bildern) stammt von einer Hügelkette zwischen dem westlichen Beckenrand und der Zentralbergkette. Die Hügel ragen aus dem Quartär des Beckenbodens und mögen ein Analogon zu einem inneren Ring in kreisförmigen Impaktstrukturen sein. Die Muschelkalk-Kalksteine der Hügel sind durch und durch zertrümmert, sie zeigen Vergriesung, Mörteltextur und kataklastisches Fließgefüge. In vielen Teilen durchziehen ganze Netzwerke aus monomikten und polymikten Breccien das Gestein. Häufig beobachtet man Dekarbonatisierung, und blasiges weißes Material könnte reliktische Karbonatschmelze sein.
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Vorderseite ...

... und Rückseite einer aus der Breccie von Singra gesägten Scheibe.

Brecciengänge.

Mehr Brecciengänge.

Brecciengänge (teilweise mit sekundärem Calcit gefüllt) und beginnende Dekarbonatisierung/beginnendes ?Schmelzen (die weißen Flecken).

Kataklastisches Fließgefüge und beginnende Dekarbonatisierung/beginnendes ?Schmelzen.

Mögliche Relikte karbonatischer Schmelze in einem Brecciengang.
Impaktbreccie bei Orrios
Monomikte Bewegungsbreccie (Jura-Kalksteine) mit Vergriesung und Mörteltextur. Viele Komponenten scheinen Spuren einer Dekarbonatisierung (als Folge einer Schockbeanspruchung oder von Reibungshitze) aufzuweisen. Mehrere Fragmente zeigen eine deuliche Zonierung der Dekarbonatisierung (siehe die Vegrößerungen weiter unten).
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Monomikte Bewegungsbreccie in der Megabreccie zwischen Escorihuela und El Pobo/Corbalán.
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Typische Mörteltextur einer monomikten Impaktbreccie.
Gangbreccie bei Olalla
Diese Probe stammt von der Gangwand einer mächtigen Gangbreccie. Sie zeichnet sich dadurch aus, daß sie nur Komponenten aus dem Nachbargestein (Muschelkalk-Kalkstein) enthält, die in einer Matrix aus akkretionären Lapilli (Lapillistein) schwimmen. Offenbar was das injizierte Lapillimaterial aus der Explosionswolke des Impaktes heiß genug, um die Kalksteinfragmente randlich zu dekarbonatisieren (siehe die Vergrößerung in Bild weiter unten). Mehr über diese und andere akkretionären Impakt-Lapilli auf http://www.impaktstrukturen.de/Archiv/archiv.html .
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Basale Suevitbreccie in der Nähe von Celadas in der Zentralbergkette.
Die Bildung und Ablagerung dieser basalen Suevitbreccie muß ein sehr komplexer Prozeß gewesen sein, wie es bereits für die Basalbreccie in der Azuara-Struktur erörtert worden ist (siehe Ernstson & Fiebag 1992). So zeigen nicht nur die Breccienkomponenten mehrere Generationen der Brecciierung (Breccien-in-Breccien), sondern es gibt ebenso Generationen in der Breccienmatrix. Sie zeigen eine Abfolge von Fließen, Verfestigung und Einlagerung als Klasten, ohne daß sich die einzelnen Matrixgenerationen durchmischen (siehe das Bild unten).
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Entstehung von Matrix-Generationen: Bildung der graufarbenen Breccienmatrix mit Fließgefüge - Verfestigung - Zerbrechen und Einlagerung (oder auch umgekehrt) der Matrix der ersten Generation als Komponente der zweiten, rötlich gefärbten Matrix.
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