Review von: Díaz-Martínes et al. (2002)

 

Ein REVIEW des Artikels

Diaz Martínez, E., Sanz Rubio, E. y Martinez Frias, J (2002): Sedimentary record of impact events in Spain. Geological Society of America. Special Paper 356: 551-562.

von F. Claudin und K. Ernstson

Zusammenfassung und Einführung

2000 fand in Wien eine Tagung statt mit dem Thema Catastrophic Events and Mass Extinctions: Impacts and Beyond. In dem Proceedings-Band (Koeberl, C., and MacLeod, K. G., eds. (2002): Geological Society of America Special Paper 356) wurde auch ein Artikel von Diaz Martínez, E., Sanz Rubio, E. y Martinez Frias, J. gedruckt: Sedimentary record of impact events in Spain. Geological Society of America. Special Paper 356: 551-56, 2002. Offensichtlich hielten es die Herausgeber nicht für nötig, diese Arbeit einem fundierten Peer-Review zu unterziehen, obwohl wir in der Danksagung über ein Review von B. Simonson und W.U. Reimold und ergänzende Kommentare des Herausgebers C. Koeberl lesen. Allerdings, und im Hinblick auf eine ganze Reihe von Fehlern, Unterlassungen und zweifelhaften Behauptungen, können wir nicht verstehen, daß solch ein Artikel übehaupt veröffentlicht werden konnte. Deshalb ist es unser Anliegen, dieses fundierte Review jetzt und hier in Form von Kommentaren zu diesem Artikel zu machen.

In dem Artikel schreiben die spanischen Autoren vom Astrobiologischen Zentrum in Madrid, die nie zuvor irgendwelche aktive Impaktforschung betrieben haben, über verschiedene Impaktablagerungen auf der Iberischen Halbinsel. Jede einzelne dieser Ablagerungen wird bezüglich ihrer Authentizität angesprochen und ob sie für weitere Untersuchungen in Frage kommt. In Wirklichkeit bildet diese Erörterung nur den Rahmen für das Hauptanliegen der Autoren, nämlich die spanische Azuara-Impaktstruktur zu diskreditieren und ihre Entfernung von den Listen etablierter Impaktstrukturen zu fordern.

Konkret: Im Fall der Azuara-Struktur stellen die Autoren eine ganze Reihe von Behauptungen auf (im Folgenden in Fett- und Kursivschrift), die wir mit Bezug auf unsere Beobachtungen und Interpretationen (das meiste davon bereits früher veröffentlicht) kommentieren wollen. Wir werden hier die wichtigsten Daten zusammenstellen, aber auch neuere Artikel einbeziehen; und wir fügen eine ganze Reihe neuer Photos hinzu, die für potentielle Besucher der Impaktregion in Spanien von Interesse sein könnten.

Diaz Martínez et al.: Azuara ist die einzige Struktur auf der Iberischen Halbinsel, für die bisher ein Impaktursprung postuliert wurde.

Hinsichtlich dieser Behauptung betonen wir (obgleich uns schon bewußt ist, daß niemand so blind sein kann wie jemand, der nicht sehen will), daß Azuara undRubielos de la Cérida beide bereits im Jahr 1994 als Impaktstrukturen deklariert wurden (Ernstson et al., 1994). Und im Januarheft der Zeitschrift GEOLOGY – Jahrgang 2001 – werden Azuara und Rubielos de la Cérida ausdrücklich als Zwillingsimpaktstrukturen erörtert, die die Ursache für die Schockdeformationen in den autochthonen Buntsandsteinkonglomeraten sind (Ernstson et al., 2001c).

Diaz Martínez et al.: Nachdem Azuara in den achziger Jahren als Impaktstruktur vorgestellt wurde, dauerte die Kontroverse zwar an, allerdings mit abnehmender Heftigkeit. Der Grund: Der Großteil der von den Impaktbefürwortern vorgelegten Befunde hat sich als nicht schlüssig erwiesen oder erlaubt andere Erklärungen.

Beweise für einen Impaktursprung der Azuara-Struktur wurden unter diesem Titel 1985 der wissenschaftlichen Szene unterbreitet (Ernstson et al., 1985). Danach und gestützt auf eine Fülle von Material, das die anschließenden Untersuchungen ergaben, wurde ein Impaktursprung auch für die Rubielos de la Cérida-Struktur zwingend (Ernstson et al., 1994, 2001c). Dazu kommen die vielen Publikationen der Impaktbefürworter (Ernstson et al., 1987; Fiebag, 1988; Ernstson and Fiebag; 1992; Ernstson and Claudin, 1990, Claudin et al., 2001; Müller and Ernstson 1990; Ernstson et al., 2001 a, b; Hradil et al., 2001; Ernstson and Hiltl, 2002; Ernstson et al., 2002; Schüssler et al., 2002), die die Kontroverse zunehmend angeheizt haben, was sich wiederum in Artikeln und Reply-Texten (Cortes et al., 1999, 2002 a, b, Stel et al., 2002; Diaz Martínez et al., 2002) niederschlägt. Und erst kürzlich wurden Azuara und Rubielos de la Cérida als Teil eines multiplen Impakts auf der Iberischen Halbinsel vorgestellt (Ernstson et al., 2003).

Hinsichtlich der Behauptung, daß die Befunde der Impaktbefürworter nicht schlüssig sind, stellt sich die Frage nach dem Warum und auf der Basis von Was.

Hier verweisen wir auf die jüngst publizierten Arbeiten, in denen die Impaktgegner die Entfernung der Azuara-Struktur von den Listen etablierter Impaktstrukturen fordern (Cortes et al., 2002; Diaz Martínez et al., 2002). Jeder Leser, der sich die Bibliographien dieser Artikel anschaut, wird unschwer bemerken, daß sie, mit leichten Variationen, nur Argumente enthalten, die man bereits aus früher publizierten Arbeiten kennt (Aurell et al., 1993; Aurell, 1994). Während also die Impaktbefürworter stets neue Daten vorlegen, erschöpft sich der Beitrag der Impaktgegner in nichts anderem als in Wiederholungen. Wissenschaftlichen Fortschritt in Form von neuen Befunden und Beweisen sieht man in diesem Fall in den Publikationen der Impaktbefürworter, vermiß ihn aber in jenen der Impaktgegener.

Die Diskussion erinnert nur zu gut an frühere, aber auch jetzige Diskussionen im Zusammenhang mit anderen Impaktstrukturen (Ries, Vredefort, und andere). In diesen Fällen argumentieren die Gegner einer Impaktgenese (grundsätzlich Geologen, die mit „normalen“ geologischen Modellen der Region vertraut sind) stets dahingehend, daß die vermeintlichen Impaktbefunde viel besser durch herkömmliche Modelle der regionalen Geologie erklärt werden können (siehe Dehm, 1969, Gibson and Reimold, 2001; Zimmerman, 2003, und viele andere). In der Tat können Beobachtungen stets mit unterschiedlichen Modellen erklärt werden, aber gewöhnlich neigt man doch zu dem Modell, das die Beobachtungen am zwanglosesten und in einem schlüssigen Zusammenhang deutet.

Diaz Martínez et al.: Andere Impaktstrukturen, die etwa gleich alt sind und ähnliche Abmessungen aufweisen (Haughton, Ries), weisen zahlreiche Impaktkennzeichen auf, wie z.B. Impaktschmelzgesteine und merkliche Schockmetamorphose. In Azuara fehlen diese Kennzeichen.

Impaktkennzeichen, die bisher in der Azuara-Struktur von den Impaktbefürwortern untersucht, dokumentiert und zitiert wurden (Ernstson et al, 1985; Ernstson et al., 1987; Fiebag, 1988, Ernstson and Claudin, 1990; Ernstson and Fiebag, 1992, darin viele weitere Arbeiten; Müller and Ernstson 1990, Ernstson et al., 1994; Ernstson, 1994; Ernstson and Hilt, 2002; Claudin et al, 2001; Ernstson et al., 2001 (a, b, c); Ernstson et al., 2002 – die meisten der Arbeiten bereits gedruckt, als Diaz Martínez et al. ihren Artikel redigierten) sind:

mikroskopische Silikatschmelze, reliktische Karbonatschmelze, eine immense Vielfalt monomikter und polymikter Breccien und Brecciengänge, ausgedehnte Zonen von Megabreccien und monomikten Bewegungsbreccien, allochthone Megablöcke, ausgedehnte und kontinuierlich anstehende Impaktejekta, inverse Stratigraphie, Schwereanomalien, die mit einer Impaktgenese verträglich sind, Hochdruck/Kurzzeit-Deformationen von Komponenten der Impaktejekta, Spallationskrater und Spallationsrisse in geschockten Quarziten aus autochthonen Konglomeraten.

Schockeffekte mittlerer bis höchster Stufe, die bisher für Gesteine der Azuara-Struktur publiziert wurden, sind: Schockschmelze, diaplektische Quarze und diaplektisches Glas, multiple Scharen planarer Deformationsstrukturen (PDFs; vorherrschend {10-13} and {10-12}-Richtungen), multiple Scharen planarer Brüche (PFs) in Quarz, extreme Knickbänderung in Glimmern sowie multiple Scharen von Mikrozwillingen in Calcit. Man kann über die Interpretation dieser Beobachtungen streiten, aber zu sagen, daß sie nicht existieren oder daß sie nicht publiziert wurden – das geht wirklich zu weit. Wir betonen hier auch, daß die Ergebnisse der Azuara/Rubielos de la Cérida-Impaktforschung in wohlbekannten Zeitschriften wie Earth and Planetary Science Letters, Geology, Meteoritics und Geologische Rundschau veröffentlicht wurden.

Diaz Martínez et al.: Ursprünglich wurde die Impaktgenese mit Bezug auf inverse Stratigraphy, das Auftreten von Megabreccien und Brecciengängen sowie auf hohe P/T-Anzeichen unterbreitet.

Und: Die inverse Stratigraphie hat ihren Ursprung in alpidischer Tektonik.

Die Behauptung, die inverse Stratigraphie sei alpidische Tektonik, offenbart einmal mehr das methodische Denken und die Arbeitsweise der Impaktgegner. Anstatt nach den möglichen Ursachen einer inversen Stratigraphie zu fragen und diese zu diskutieren, schließen sie von dem ihrer Meinung nach nicht existierenden Impaktereignis, daß die inverse Stratigraphie alpidisch sein müsse. Wenn aber die inverse Stratigraphie alpidisch ist, kann sie ja nicht als Argument für einen Impakt herangezogen werden. Die Impaktbefürworter haben niemals behauptet, daß die inverse Stratigraphie eindeutig dem Impakt zuzuschreiben ist. Aber sie haben die Möglichkeit angesprochen, zumal inverse Stratigraphie („the overturned flap“) gerade in der Randzone von Impaktstrukturen erwartet werden kann.

Abb. 1. Proben von Brekziengängen von Santa Cruz de Nogueras mit Schockeffekten.

Abb. 2. Brekziengang mit ausgeprägtem Mörtelgefüge; bei Olalla.

Abb. 3. System von Brekziengängen durchschlägt Muschelkalk-Kalksteine; bei Olalla.

Abb. 4. Brekziengang in Muschelkalk-Kalksteinen; bei Olalla.

Hinzu kommt eigenartigerweise, daß in den Arealen mit inverser Stratigraphie (eine Beobachtung, der immerhin beide Gruppen zustimmen) Brecciengänge aufgeschlossen sind (monomikte und polymikte; bei Santa Cruz de Nogueras und Olalla), die die invers lagernden mesozoischen und paläozoischen Gesteine durchschneiden. In einigen dieser Brecciengänge treten eindeutige und starke Schockeffekte auf, die schwerlich einer Verkarstung zugeschrieben werden können (siehe auch weiter unten sowie die Photos 1, 2, 3, 4). Mehr noch und in Ergänzung zu dieser eigenartigen Koinzidenz: Gesteine, die von der inversen Lagerung betroffen sind – hier die Muschelkalk-Kalksteine bei Olalla – weisen einen strukturellen Stil auf, der weit mehr mit einer Impaktdeformation verträglich ist, als daß er „normale“ Tektonik widerspiegelt. In diesen Gesteinen beobachten wir eindrucksvolle Schliffflächen und Harnische (Photos 5, 6) der Größenordnungen Millimeter bis Zehner von Metern, ähnlich denen, die Nicolaysen und Reimold für die Vredefort-Impaktstruktur beschreiben (Gibson and Reimold, 2001). Der gesamte Komplex bei Olalla zeigt eine durchgreifende Brecciierung über hunderte von Metern (monomikte Bewegungsbreccie mit Vergriesung und Mörteltextur; Photos 7, 8, 9, 10).

Abb. 5. Markante Gesteinspolitur in mega-brekziierten Muschelkalk-Kalksteinen; beo Olalla.

Abb. 6. Auffällige Harnisch-Markierung in heftigst brekziiertem Muschelkalk-Kalkstein.

Abb. 7. Ausgedehnte Megabrekziierung von Muschelkalk-Kalksteinen; bei Olalla.

Abb. 8. Eindrucksvolles Mörtelgefüge in brekziiertem Muschelkalk-Kalkstein; bei Olalla.

Abb. 9 . Intensive Vergriesung  in Muschelkalk-Kalksteinen; bei Olalla.

Diaz Martínez et al.: Der größte Teil der Breccien sind diagenetische oder pedogenetische Bildungen (entstanden durch Lösung und Einsturz von Evaporiten, durch Verkarstung und durch Caliche-Bildung).

Hier allerdings, und obwohl die Impaktgegner wohlweislich nicht behaupten, daß alle Breccien diagenetische und Boden-Bildungen sind, müssen schon Unterschiede gemacht werden. In der Tat, wenn eine (monomikte oder polymikte) Breccie als Impaktbreccie bezeichnet wird, verweisen die Impaktbefürworter stets auf folgende Merkmale:

Polymikte und monomikte Breccien und Brecciengänge:

— Markante Brecciengänge werden sowohl in karbonatischen als auch in silikatischen Gesteinen beobachtet. Die polymikten Breccien in Brecciengänge können nicht mit tektonischen Breccien verwechselt werden. Und eine Verkarstung in silikatischen Gesteinen des Iberischen Systems?

— Verkarstung ist stets mit Karbonatlösung verknüpft. Impakt-Brecciengänge in der Azuara-Struktur zeigen im allgemeinen scharfkantige Komponenten in der Matrix und fragmentierte Gangwände ohne jegliche Lösungsspuren. Eine Verwechslung mit Karststrukturen ist unmöglich.

— Breciien-in-Breccien sind sehr häufig; multiple Breccien mit bis zu vier Generationen werden beobachtet. Ebenso sind Generationen von Brecciengängen verbreitet: Entweder verlaufen Breciiengänge innerhalb von anderen Gängen, oder sie durchschneiden die anderen Gänge (Photos 11, 12). Mit einer Verkarstung sind die multiplen Brecciengenerationen schwerlich verträglich – aber man kennt sie von Impaktstrukturen.

Abb. 10. Generationen von Brekziengängen in Muschelkalk-Kalkstein; bei Olalla.

Häufig treten in Brecciengängen zerbrochene Komponenten auf, die aber kohärent geblieben sind. Die einzelnen Fragmente zeigen dann eine deutliche Paßgenauigkeit, obgleich sie durch die Matrix getrennt sind (Photos 13, 14). Ein solches Gefüge schließt Verkarstung aus und ist eher mit einem Injektionsprozess in Verbindung zu bringen. Darauf weist auch die Reaktion des injizierten Matrixmaterials mit den Bruchstücken hin, eine Reaktion, die auch im ebenfalls zerbrochenen Nachbargestein zu beobachten ist.

Abb. 11. Großes zerbrochenes Kalkstein-Bruchstück in einem Brekziengang. Man beachte das Eindringen von Gang-Matrixmaterial in die zerbrochene, aber kohärente Komponente.

Abb. 12. Komplexes System von Brekziengängen (leicht rosafarben) in Kalkstein. Soll DAS das Ergebnis von Evaporitlösung und -kollaps sein? Von Verkarstung? Caliche-Bildung?

Komponenten in Breccien und Brecciengängen zeigen Schockeffekte, und wir müssen eigentlich nicht darauf herumreiten, daß das untypisch für Verkarstung und Bodenbildung ist. Ganz konkret: Silikatische Schmelzpartikel, diaplektisches Glas und PDFs sind u.a. von den polymikten Brecciengängen bei Santa Cruz de Nogueras und Muniesa berichtet worden (Ernstson et al., 1985, Fiebag, 1988; Ernstson and Fiebag, 1992, Ernstson, 1994; Ernstson et al., 2002). Abgesehen von dem 2002-Artikel waren alle Publikationen gedruckt, als Diaz Martínez et al. ihre Arbeit redigierten.

Häufig enthalten Breccien Komponenten, die wie mit Matrixmaterial veränderter Farbe umwickelt erscheinen (Photos 15, 16). Dieses eigenartige Gefüge wird von Impaktgegnern gern mit lakustrinen und Bodenbildungs-Prozessen in Verbindung gebracht (Aurell, 1994; Cortes et al., 2001; Diaz et al., 2002). Eine solche Beziehung kann ausgeschlossen werden. Stattdessen sehen wir eine Akkretion um einen Kern, wie bei akkretionärer Lapilli (Lorenz, 1974; Reimer, 1983; Colombo y Martí, 1989). Akkretionäre Lapilli wurde bereits früher auch für die Suevitbreccie der Ries-Impaktstruktur nachgewiesen (Graup 1981), und man hat sie für die Auswurfmassen der K/T Chicxulub-Impaktstruktur in Mexiko und Belize und für die oberdevonische Impakt-Megabrekzie von Alamo beschrieben.

Abb. 13. Akkretionäre Lapilli in einem mächtigen Brekziengang bei Olalla; siehe dazu auch http://www.impact-structures.com/Archiv/wkarchiv15.html .

 

Die Megabreccien von Belchite und Herrera de los Navarros:

Wie in der Vergangenheit immer und immer wieder betont (Fiebag, 1988; Ernstson and Fiebag, 1992; Katschorek, 1990; Ernstson, 1994): Die Megabreccie darf nicht mit der Cortés de Tajuña-Formation und den damit verknüpften Kollapsbreccien verwechselt werden. Diese Verwechslung ist den Impaktgegnern anzulasten, die die Brecciierung auf eine Evaporitlösung zurückführen. Tatsächlich ist die Megabreccie aber polymikt, sie weist ein kataklastisches Fließgefüge auf, und die betroffene stratigraphische Abfolge unterscheidet sich von der Cortés de Tajuña Formation. Mehr darüber unter http://www.impaktstrukturen.de/spain/controversy/megabrecha.htm.

Monomikte Bewegungsbreccien (Reiff, 1978)

Monomikte Bewegungsbreccien mit Vergriesung, Mörteltexture und kataklastischem Fließgefüge können im kleinen Maßstab in seltenen Fällen tektonisch entstehen (Kataklasite). Wenn diese Breccien jedoch ununterbrochen über hunderte von Metern flächig auftreten, wie es in den Azuara und Rubielos de la Cérida-Strukturen der Fall ist (Ernstson et al., 1992; Ernstson, 1994; Ernstson et al., 2002), dann ist eine Impaktdeformation die einzig vernünftige Erklärung.

Suevit-Breccien

Schon in Ihrem Artikel von 1992 haben Ernstson und Fiebag gezeigt, daß die ursprünglich sogenannte Basalbreccie alle Merkmale einer polymikten Suevit-Breccie besitzt, d.h. geschockte Komponenten und Impaktschmelze in einer klastischen Matrix.

Wir ergänzen: Suevit-Breccien wurden ebenfalls aus der Rubielos de la Cérida-Struktur beschrieben, wo sie in der Zone der Megabreccie von Barrachina – Torre los Negros auftreten. Man findet sie vergesellschaftet mit Impakt-Schmelzgesteinen (von den Impaktgegnern ohne jegliche Analyse als vulkanische Asche angesprochen), Diamiktit-Megablöcken und Megablöcken monomikter Bewegungsbreccien (Hradil et al., 2001, Ernstson et al., 2001 a, Ernstson et al., 2002) (Photos 17, 18, 19). Die Impaktgegner betrachten dieses impakttypische Vorkommen einer Megabreccie mit Sueviten und Impaktschmelzgesteinen als ein Phänomen, das mit Gipslösung im Untergrund zusammenhängt.

Abb. 14, 15. Exkavation und Ablagerung im Impakt-Kraterbildungsprozess: eine komplex Überlagerung von Fließen, Verwerfung und Überschiebung von sich vermischendem diamiktitischem und sandigem Material.

Abb. 15.

Abb. 16. Megaklast mit vollständig aufgelöster Schichtung.

 

Diaz Martínez et al.: Die negative Schwereanomalie ist das Ergebnis unvollständiger Daten im Innern des Azuara-Sedimentbeckens.

Da stellen sich die Fragen: Wie definiert man in der Geophysik die Vollständigkeit von Daten? Und: Was ist denn nun die Art geophysikalischer Betrachtungen, die die Impaktgegner zur Behauptung veranlaßt haben, die Daten seien unvollständig? Mit anderen Worten: Das merkwürdige Argument der Impaktgegner läßt jegliche Objektivität vermissen und basiert allein auf Empfindungen. Die Gravimetrie-Kampagne in der Azuara-Impaktstruktur leitete K.Ernstson, der seit 30 Jahren mit gravimetrischen Untersuchungen und generell mit der Geophysik von Impaktstrukturen (Ries, Rochechouart, Steinheim) vertraut ist (siehe u.a. Ernstson, 1972, 1974, 1976; Pohl et al., 1977, 1978; Ernstson, 1982, 1984 a, b, Ernstson and Pohl, 1974, 1977; Ernstson and Diele, 2003).

Behauptungen wie diese, dabei ohne Daten und Beobachtungen vorzulegen, entlarven den Stil der Argumentation der Impaktgegner, was bereits F. Claudin in seinem Kommentar zum Artikel von Cortés et al. (2002) (see http://www.estructuras-de-impacto.impact-structures.com/spain/controversy/newpubli.htm, comentario sobre el artículo publicado en MAPS por Cortés et al., 2002) angeprangert hat.

Diaz Martínez. et al.: Cortés und Casas (1996) betrachten Azuara als verträglich mit einer regionalen N-S-Verkürzung im Tertiär. Für diese Autoren ist die Struktur eine Synklinale.

Ja und? Die Impaktbefürworter haben nie einen Zweifel daran gelassen, daß im Gebiet von Azuara alpidische Tektonik gewirkt hat. Aber nach allen Beobachtungen (Ernstson et al., 2002, and andere) ist Azuara eine Impaktstruktur. Eine regionale Einengung, in welcher Richtung auch immer, erklärt nie und nimmer die moderaten bis starken Schockeffekte in der Pelarda-Formation, die Breccien und Brecciengänge mit moderat bis zu sehr stark geschockten Komponenten, die Megabreccien, die allochthonen Megablöcke, die monomikten Bewegungsbreccien, die Suevit-Breccien und vieles mehr.

Diaz Martínez et al.: Die Schicht der angeblichen Auswurfmassen (Pelarda-Formation) überlagert die Sedimente des angrenzenden Beckens von Calatayud-Montalbán. Traditionell hat man die Pelarda-Formation als alluviale plio-/pleistozäne Überdeckung interpretiert. Diaz Martínez et al. deuten die Pelarda-Formation als lokale plio-/pleistozäne Ablagerung, ähnlich anderen entlang von Zonen mit großem Relief in Spanien.

Die Auswurfmassen der Pelarda-Fm. sind klar und deutlich zwischen eozänen und miozänen Gesteinen abgelagert, was in der Umgebung von Salcedillo (Koordinaten 30667259E/4535565N, in einer Höhe von ~1250 m; Photos 20, 21, 22) verifiziert werden kann. Deshalb ist die Einstufung der Pelarda-Fm. als plio/pleistozäne Ablagerung geologisch unsinnig. Wenn wir davon ausgehen, daß sich der Begriff „traditionell“ auf frühere Altersbestimmungen bezieht, so wollen wir festhalten, daß die Pelarda-Fm. bisher schon zwischen Eozän/Oligozän (Adrover, 1982; Carls & Monninger, 1974; Ernstson & Claudin, 1990; Ernstson & Fiebag, 1992; Ernstson et al; 2002) und Quartär (Lendínez et al., 1989; Pérez, 1989; Ferreiro et al., 1991; Aurel et al., 1993; Aurell, 1994; Cortés y Martínez, 1999; Cortés et al., 2002; Diaz et al., 2002) datiert wurde. Darüber hinaus wurde die Pelarda Fm. entweder als fluviatil (Carls & Monninger, 1976; Adrover, 1982; Smit, 2000), oder als Impakt-Ejekta (Ernstson & Claudin, 1990; Ernstson et al., 2002) oder als alluvial (Lendínez et al., 1989; Pérez, 1989; Ferreiro et al., 1991; Aurel et al., 1993; Aurell, 1994; Cortés y Martínez, 1999; Cortés et al., 2001; Diaz et al., 2002) angesehen.

 

Abb. 17. Die Auswurfmassen der Pelarda.-Fm. bei Salcedillo, eingeschaltet zwischen eozänem und miozänem Material.

Abb. 18. Aus der Nähe: Die Auswurfmassen der Pelarda-Fm. Man beachte einen komplexen Ablagerungsstil wie in den Abb. 14, 15.

Wie bereits früher betont (Ernstson & Claudin, 1990; Ernstson et al., 2002), ist eine Bildung der Pelarda-Fm. als ein ganz „normales“ Sediment, wie es in dem hier kommentierten Artikel (Diaz Martínez et al., 2002) steht, auszuschließen. Dagegen sprechen die mehr oder weniger homogenen NE-SW-Streichrichtungen (die auf die Mittelpunkte der Azuara- und Rubielos de la Cérida-Strukturen zielen) der Striemungen auf den Komponenten, die rotierten Brüche, klare Schockeffekte moderater bis starker Intensität (PDFs) in Quarzit-Komponenten (Bámbola- und Armorikanischer Quarzit), und die Ablagerung auf der höchsten Bergkette der Region und vieles mehr.

Diaz Martínez et al.: Der Großteil der Ejekta eines Impaktkraters findet sich etwa bis zu einer Entfernung eines Radius, gerechnet vom Rand der Struktur (für den Fall, daß die Einschlagsbahn nicht schräg verläuft).

In diesem Punkt brauchen wir nur an die Auswurfmassen in Belize aus der Chicxulub-Impaktstruktur zu erinnern, konkret an die Diamiktite, die als basaler Massenfluß gedeutet werden. Sie treten bis zu einer Entfernung des vierfachen (!) Kraterradius auf (Pope et al, 1999; Ocampo et al., 2000), um erst dann zu verschwinden. Im Fall des Azuara-Impaktes findet man die Auswurfmassen der Pelarda-Fm. bis zu einer Entfernung von nicht mehr als dem Zweifachen des Kraterradius. Dies Argument also, das auch danach noch von Cortés et al. (2001) vorgebracht wird, um den Impaktursprung der Pelarda-Fm. in Zweifel zu ziehen, ist hier völlig fehl am Platz. Seinerzeit (siehe die Entgegnung auf den Artikel von Cortés et al.von F. Claudin auf www.estructuras-de-impacto.impact-structures.com) erschien uns das bereits so klar, das wir nicht weiter darauf eingegangen sind. Da das Argument aber nun erneut hervorgezogen wird, denken wir, daß wir das anmerken sollten.

Diaz Martínez et al.: Gemäß Langenhorst & Deutsch (1996) und einer pers. Mitt. von Langenhorst (2000) sind die Deformationsstrukturen, die als Schockmetamorphose gedeutet wurden, keine Impaktmetamorphose.

Immer noch die alte Geschichte (siehe den Kommentar zum Artikel von Cortés et al. (2002; veröffentlicht in MAPS) von F. Claudin auf http://www.estructuras-de-impacto.impact-structures.com/spain/controversy/newpubli.htm): Eine Meinung, geäußert ohne ernsthafte und nachprüfbare Beweise, ist für die Katz‘, ein Muster ohne Wert. Das gilt auch für den Fall, daß eine Person mit einem gewissen wissenschaftlichen Ruf diese Meinung von sich gibt.

Worauf basiert die Behauptung von Langenhorst (2000), daß die mikroskopischen Deformationen nichts mit einer Impaktmetamorphose zu tun haben? Wenn es die einzige Probe ist, die Langenhorst & Deutsch (1996) ausführlicher in Ihrem Artikel beschreiben, haben wir sofort eine Konfrontation:

In einem Begleitbrief an A. Deutsch beschreibt K.Ernstson die Probe als von autochthonen Gesteinen außerhalb der Azuara-Struktur stammend, und meint, daß es sich bei den planaren Deformationsstrukturen um basale Deformationslamellen (und nicht um PDFs!) handeln könne. Diese Hinweise werden von Langenhorst und Deutsch ignoriert, die den betreffenden Artikel mit den irreführenden Ergebnissen und der Behauptung, daß es in Azuara keinen Schock gäbe, zum Druck einreichen, ohne vorher K. Ernstson über die Resultate zu informieren. Eine Rücknahme des Artikels, was rechtzeitig möglich gewesen wäre, wird kategorisch abgelehnt, als K. Ernstson eindringlich protestiert. Erschwerend kommt hinzu, daß Langenhorst und Deutsch in ihrem Artikel mit keinem Wort die zuvor publizierten (Ernstson et al., (1985), Ernstson & Fiebag (1992), and Ernstson (1994)) starken Schockeffekte (PDFs, diaplektisches Glas) aus polymikten Gangbreccien aus dem Inneren der Azuara-Struktur erwähnen. Diese „nette Kollegialität“ war der Anlaß für K. Ernstson, Langenhorst und Deutsch wissenschaftliche Unehrlichkeit vorzuwerfen. Diaz Martinez et al. und andere Impaktgegner (z.B. Cortes et al., 2002), aber auch andere, fahren fort, sich diese irreführenden Ergbnisse und die wisssenschaftliche Unehrlichkeit zu eigen zu machen.

Unter den drei Proben, die Deutsch und Langenhorst zur Verfügung hatten, stammte nur eine einzige (mit PFs, aber keinen PDFs) von den Ejekta der Pelarda-Fm. Es ist wohlbekannt, daß PDFs in geschockten Gesteinen im allgemeinen ziemlich diskontinuierlich auftreten und es ratsam ist, eine hinreichende Anzahl von Proben zu analysieren. Wie ist es dann möglich, daß Langenhorst und Deutsch, ohne daß sie je ihren Fuß auf Azuara-Gelände gesetzt haben, aus nur drei Proben von außerhalb der Impaktstruktur ableiten, daß es keine Schockmetamorphose in Azuara gibt?

Als Ergänzung zu den frühen Untersuchungen von Ernstson et al. (1985) wurden PDF-Analysen am Universaldrehtisch auch von Eugenio Guerrero (Universität Madrid) und von der angesehenen Ann Therriault (Geologischer Dienst von Kanada) vorgenommen. Mehr oder weniger kommen alle drei Analysen zum gleichen Ergebnis, insbesondere was die vorherrschenden {10-13} and {10-12} -PDF-Richtungen anbetrifft. Eine allgemeine Verwechslung und Fehldeutung?

Hier und heute sagen wir auch: Die Autoren des hier kommentierten Artikels, Diaz Martínez et al., waren Teilnehmer der Azuara-Exkursion anläßlich des IMPACT-Workshops in Granada 2001. Sie hätten Proben nehmen können. Aber wo bleiben die Analysen?

Diaz Martínez et al.: Für die Azuara-Struktur sind weder Impaktschmelzen noch Suevite nachgewiesen (weshalb es keine Datierung gibt …)

Beim Lesen dieser Behauptung bleibt uns tatsächlich die Spucke weg … Impaktschmelzen in der Azuara-Struktur wurden sehr detailliert von Fiebag (1988), später dann von Ernstson und Fiebag (1992; p. 418: 4. High-pressure and high-temperature features), Ernstson und Fiebag (1993, p. 758 ) und Ernstson (1994; pp. 38-41) beschrieben. Und wie bereits oben angemerkt, wurde für die Basalbreccie herausgestellt, daß sie die typischen Merkmale einer Suevit-Breccie besitzt. Das ist in Ernstson und Fiebag (1992, pp.413-414) und Ernstson (1994, p. 45) nachzulesen. Wir ergänzen für den interessierten Leser, daß mittlerweile Impaktschmelzgesteine und Suevite auch aus der Rubielos de la Cérida-Zwillingsstruktur beschrieben werden (Hradil et al., 2001, Ernstson et al., 2001 a, Ernstson et al., 2002).

Diaz-Martínez et al.: Ernstson und Fiebag (1992) legen das Alter des Impaktes in den Zeitraum spätes Eozän – Oligozän, weil miozäne Sedimente nicht durch Tektonik beansprucht sind und weil eozäne Sedimente zum Material einiger Brecciengänge beitragen.

Ernstson und Fiebag (1992) leiten dieses Alter einerseits aus einer paläontologischen Datierung von Gastropoden aus vom Impakt unbeeinflußten Sedimenten ab. Andererseits ziehen sie eozäne Sedimente heran, die nicht nur als Komponenten in Brecciengängen sondern auch in den Megabreccien und in den Impakt-Ejekta (Pelarda-Fm.) auftreten.

Schlußfolgerung:

Es ist ein Rätsel, und wir werden es wohl nie verstehen, warum der hier besprochene Artikel in der Reihe Special Papers of the Geological Society of America gedruckt werden konnte. Es ist derselbe mysteriöse Schleier, der sich über der Veröffentlichung des Artikels Cortés, A.L., Díaz-Martínez, E., Sanz-Rubio, E., Martínez-Frías, J & Fernández, C. (2002): Cosmic impact versus terrestrial origin of the Azuara structure (Spain): A review. Meteoritics Planet. Sci., 37: 875-894. (see http://www.estructuras-de-impacto.impact-structures.com/spain/controversy/newpubli.htm) ausbreitet.

Ganz offensichtlich wenden die „Oberschiedsrichter“ ganz unterschiedliche Kriterien bei der Bewertung von Artikeln an. Von den Impaktbefürwortern fordern sie mehr Präzision in den Ortsangaben der Aufschlüsse, diverse Überprüfungen und Kontrollen der mikroskopischen Daten, mehr Berücksichtigung der Arbeiten der Impaktgegner und vieles andere. Von letzteren fordern sie, wenn überhaupt, daß sie nicht allzu viele Rechtschreibfehler machen ….

Vor einigen Jahren erregte ein Artikel von Brian Martin mit dem Titel „The Suppression of Dissent in Science ein gewisses Aufsehen (siehe auch http://www.uow.edu.au/arts/sts/bmartin/dissent/). In Anwendung auf die Azuara-„Affaire“ neigen wir dazu, den Titel etwas zu modifizieren: „The Suppression of Science by Personal Dissent“.

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