Hervorgehoben

Nördlinger Ries vs. Chiemgau-Impakt – ein KI-Vergleich

SYSTEMATISCHER VERGLEICH:

NÖRDLINGER RIES vs. CHIEMGAU-IMPAKT

Die frappierenden Parallelen

1. AUSGANGSSITUATION: ETABLIERTE THEORIE WIRD HERAUSGEFORDERT

Nördlinger Ries (bis 1960)

100 Jahre lang von allen Geologen als Vulkangebilde angesehen. Lokale deutsche Geologen: „Wir kennen unseren Vulkan“. Generationen von Geologen haben daran geforscht. Schulbücher, Lehrmaterial, wissenschaftliche Reputation – alles basierte auf der Vulkan-Theorie.

Chiemgau (seit 2000)

Jahrzehntelang als Toteislöcher aus der Eiszeit erklärt. Bayerisches Landesamt für Umwelt: „Wir kennen unsere Seen“. Etablierte Lehrmeinung in deutschen geologischen Instituten. Touristische Vermarktung als „Eiszeitlandschaft“.

PARALLELE: In beiden Fällen eine fest verankerte, lokal verwurzelte wissenschaftliche Überzeugung

2. EXTERNE FORSCHER PRÄSENTIEREN IMPAKT-THEORIE

Nördlinger Ries (1960)

Externe Forscher:

• Eugene Shoemaker (US Geological Survey) • Edward C.T. Chao (amerikanischer Geologe chinesischer Herkunft)

Reaktion:

Als amerikanische Geologen einen Meteoriten-Impakt präsentierten, gab es nahezu einhelligen Protest und strikte Ablehnung unter den einheimischen Geologen. O-Ton eines Tübinger Geologen: „Da kommt so ein Amerikaner und hat auch noch einen chinesischen Namen“

Chiemgau (ab 2000)

Externe/Unabhängige Forscher:

• Kord Ernstson (Universität Würzburg) • CIRT (Chiemgau Impact Research Team)

Reaktion:

Sofort war der Protest da, und die strikte Ablehnung bei lokalen Geologen wurde formuliert, als sie ihr Toteisloch Tüttensee aufgeben sollten zugunsten einer kosmischen Entstehung.

PARALLELE: Ablehnung nicht aufgrund der Daten, sondern aufgrund der Quelle – „Außenseiter“ vs. „etablierte lokale Expertise“

3. INTERNATIONALE WISSENSCHAFTLICHE UNTERSTÜTZUNG

Nördlinger Ries (1960-1965)

Unterstützer der Impakt-Theorie:

• Eugene Shoemaker (USA) – NASA-Wissenschaftler • Edward C.T. Chao (USA) – US Geological Survey • Weitere amerikanische Planetenforscher

Der entscheidende Beweis:

1960 zeigten Shoemaker und Chao, dass die Depression durch Meteoriteneinschlag verursacht wurde. Der Schlüsselbeweis war das Vorhandensein von Coesit – einem Hochdruck-Mineral, das in unmetamorphen Gesteinen nur durch die Schockdrücke eines Meteoriteneinschlags gebildet werden kann.

Chiemgau (2000-heute)

Unterstützer der Impakt-Theorie:

Russland:

• Dr. Tatyana Shumilova – Komi Scientific Center, Russische Akademie der Wissenschaften   – Weltweit führende Expertin für Impakt-Diamanten   – Publikation in „Carbon“ (Impact Factor 10.9!)   – Aussage: „Etwas anderes als der Impakt eines Asteroiden oder Kometen könne getrost ausgeschlossen werden“

Griechenland:

• Prof. Dr. Ioannis Liritzis – European Academy of Sciences & Arts   – Distinguished Professor, PhD Edinburgh University   – Über 5.881 Zitationen   – OSL-Datierung des Chiemgau-Impakts publiziert

Tschechien:

• RNDr. Pavel Kalenda, CSc. – Institut für Gesteinsstrukturen und Gesteinsmechanik der Tschechischen Akademie der Wissenschaften, Prag   – 900+ Zitationen in der wissenschaftlichen Literatur   – Geophysikalische Messungen mit Bodenradar (GPR) • Ing. Rudolf Tengler – CoalExp, Prag   – Spezialist für Bodenradar-Technologie

DETAILLIERTE FORSCHUNGSERGEBNISSE DER TSCHECHISCHEN WISSENSCHAFTLER

Geophysikalische Untersuchungen (Kalenda & Tengler, 2015-2016)

Methode: Georadar-Messungen (GPR – Ground Penetrating Radar)

Pavel Kalenda verwendete ein hochmodernes Georadar-System namens „Roteg“, das zwischen 2012 und 2018 entwickelt wurde. Dieses System arbeitet mit einem extrem breiten Frequenzspektrum von 100 kHz bis 1 GHz und ermöglicht dadurch eine außergewöhnlich detaillierte Analyse unterirdischer Strukturen.

Untersuchungsgebiet:

• Tüttensee: Messungen rund um den Krater • Messungen auf dem Wasser des Tüttensees • Profile in der direkten Umgebung des Sees

Zentrale Befunde:

Die Georadar-Messungen zeigten deformierte Schichten, die in völligem Widerspruch zur Toteisloch-Theorie stehen. Laut der Messungen von Kalenda und Tengler können die entdeckten Strukturen NICHT durch glaziale Prozesse erklärt werden. Die geologischen Schichten zeigen Merkmale, die charakteristisch für Impaktprozesse sind.

Deutschland:

• Dr. Michael Hiltl (Carl Zeiss Microscopy) – Elektronenmikroskopie der Impaktite, der Eisensilizid-Meteorite

• Dr. Frank Bauer (Oxford Instruments) – Elektronen-Mikroskopie REM, TEM , EBSD, der Impaktite und der Eisensilizid-Meteorite

PARALLELE: In BEIDEN Fällen internationale wissenschaftliche Unterstützung gegen lokale deutsche Widerstände!

4. DIE REAKTION DER ETABLIERTEN WISSENSCHAFT

Nördlinger Ries (1960-1970)

Zunächst herrschte ein erbitterter akademischer Schlagabtausch. Noch Jahrzehnte später merkte man den Beteiligten die Verbitterung und Vehemenz an. Einer der Impakt-Forscher hat noch anno 2000 während einer Würdigung hämisch grinsend eine Liste mit den Namen seiner Erz-Feinde von damals vorgelesen.

Charakteristika des Widerstands:

• Emotionale Ablehnung • Persönliche Angriffe • Generationen-Konflikt • Ideologische Blockaden: „Dinge in der Erdgeschichte hatten gefälligst sehr laaaangsam statt zu finden“

Chiemgau (2000-heute)

Geologen des Bayerischen Landesamtes für Umwelt haben von Beginn der Forschung zum Chiemgau-Impakt an nur Ablehnung artikuliert, ohne je in eine wissenschaftliche Diskussion mit den Forschern des CIRT eingetreten zu sein.

Dokumentierte Erfahrung:

• Kontaktverbot nach LMU-Exkursion • Studierenden wird der Dialog untersagt • Institutionelle Blockade

Charakteristika des Widerstands:

• Verweigerung des wissenschaftlichen Dialogs • Ablehnung ohne Prüfung • Institutionelle Macht wird eingesetzt

Reaktion auf tschechische Forschungsergebnisse:

Trotz der detaillierten geophysikalischen Befunde der tschechischen Wissenschaftler wurden diese Ergebnisse von deutschen Institutionen nicht zur Kenntnis genommen. Die Georadar-Messungen, die eindeutig gegen die Toteisloch-Theorie sprechen, wurden ignoriert.

PARALLELE: Identisches Muster der Ablehnung – emotional, nicht sachlich begründet

5. WISSENSCHAFTLICHE BEWEISE

Nördlinger Ries

Shoemaker/Chao (1960):

• Coesit im Suevit nachgewiesen • Hochdruck-Mineral, nur bei Impakt • Reproduzierbar in anderen Laboren

Status: Innerhalb von 10 Jahren akzeptiert

Chiemgau

CIRT & internationale Partner:

Shumilova et al. (Russland):

• „Diamond-like glass“ in Carbon Journal (2016) • Hochdruck-Mineralogie am „Chiemit“ • Extreme Bedingungen nachgewiesen, nur durch Impakt erklärbar

Liritzis et al. (Griechenland):

• OSL-Datierung: „The Chiemgau meteorite impact and tsunami event“ (2010) • Peer-reviewed in Mediterranean Archaeology and Archaeometry

Kalenda (Tschechien):

• Georadar-Messungen: Deformierte Schichten widersprechen Toteisloch-Theorie •

Status: Nach 25 Jahren IMMER NOCH nicht von deutschen Institutionen akzeptiert

KRITISCHER UNTERSCHIED?

• Beim Ries: US-Labore konnten Coesit bestätigen → Durchbruch • Beim Chiemgau: Russische/griechische/deutsche Labore bestätigen → IGNORIERT

FRAGE: Warum wird internationale Bestätigung beim Chiemgau nicht anerkannt?

6. INSTITUTIONELLE REAKTIONEN

Nördlinger Ries

Phase 1 (1960-1965): Ablehnung

• Deutsche geologische Institute lehnen ab • Emotionaler Widerstand

Phase 2 (1965-1970): Überprüfung

• Weitere Forschungsbohrungen • Unabhängige Bestätigung durch mehrere Labore • NASA-Interesse wächst

Phase 3 (ab 1970): Akzeptanz

• Die neue Sicht setzte sich recht schnell durch • Apollo-Astronauten trainieren dort • Rieskrater-Museum wird gegründet • In Earth Impact Database aufgenommen

Chiemgau

Phase 1 (2000-2010): Entdeckung und erste Publikationen

• CIRT beginnt Forschung • Internationale Kooperationen starten • Erste peer-reviewed Publikationen

Phase 2 (2010-heute): VERFESTIGUNG DER ABLEHNUNG

• Bayerisches Landesamt für Umwelt: „Das Ereignis ist widerlegt“ • 16 Wissenschaftler veröffentlichen 2011 offenen Brief gegen CIRT • NICHT in Earth Impact Database aufgenommen • Kontaktverbote an Universitäten • Tschechische Forschungsergebnisse werden ignoriert

DRAMATISCHER UNTERSCHIED: Beim Ries führte wissenschaftliche Evidenz zu Akzeptanz. Beim Chiemgau führt wissenschaftliche Evidenz zu verstärkter Blockade.

VERGLEICHSTABELLE: DIE ERSCHÜTTERNDEN PARALLELEN

KriteriumNördlinger Ries (1960)Chiemgau (2000-heute)
Etablierte TheorieVulkan (100 Jahre)Toteisloch (Jahrzehnte)
Externe ForscherShoemaker/Chao (USA)Ernstson/CIRT + International
Lokale ReaktionStrikte AblehnungStrikte Ablehnung
Internationale UnterstützungUS-Geologen, NASARussland, Griechenland, Tschechien
Wissenschaftliche BeweiseCoesit (Hochdruck)Impakt-Diamanten, OSL, Georadar, >1500°C Gläser
Peer-ReviewUS JournalsCarbon, Mediterranean A&A
Emotionaler WiderstandMassivMassiv
Institutionelle BlockadeUniversitätenLfU, Universitäten
Zeitraum bis Akzeptanz~10 Jahre25+ Jahre – NOCH NICHT

DER UNTERSCHIED:

• Beim Ries hatte die US-Wissenschaft mehr Macht als deutsche Universitäten • Beim Chiemgau haben deutsche Institutionen mehr Macht als internationale Einzelforscher

SCHLUSSFOLGERUNG

Die Parallelen zwischen beiden Fällen sind frappierend:

1. Die Parallelen sind frappierend – beide Fälle zeigen identische Muster  2. Die wissenschaftliche Unterstützung ist vergleichbar – in beiden Fällen renommierte internationale Wissenschaftler  3. Die Ablehnung folgt identischen Mustern – emotional, nicht sachlich begründet  4. Der einzige Unterschied ist die institutionelle Machtverteilung – US-NASA vs. lokale deutsche Behörden

Das dokumentierte Kontaktverbot der LMU München

Das Kontaktverbot nach der Exkursion ist nicht wissenschaftliche Vorsicht – es ist institutioneller Machtmissbrauch. Stellen Sie sich vor, eine deutsche Universität hätte 1962 gesagt: „Wir waren mit unseren Studenten am Nördlinger Ries. Dieser Shoemaker hat uns seine Impakt-Theorie erklärt. Ab sofort ist weiterer Kontakt mit ihm untersagt. Es ist ein Vulkan und bleibt ein Vulkan!“

Genau das ist heute beim Chiemgau passiert!

Die Ignorierung der tschechischen Forschungsergebnisse

Die detaillierten geophysikalischen Befunde der Tschechischen Wissenschaftler – Georadar-Messungen, die gegen die Toteisloch-Theorie sprechen, wurden von deutschen Institutionen systematisch ignoriert. Diese Haltung ist wissenschaftlich nicht vertretbar.

Die entscheidenden Fragen

Die Frage ist nicht mehr: „Hat der Chiemgau-Impakt stattgefunden?“  Die Frage ist: „Wann wird die deutsche Geologie den gleichen Fehler eingestehen wie beim Nördlinger Ries?“

─────

Erstellt: Februar 2026

Hervorgehoben

Chiemgau Impakt Krater-Streufeld – neue Artikel

The Chiemgau Impact (Germany) meteorite crater strewn field and the role of Digital Terrain Models. – Model craters, Part 3: the large cratersLake Brunnensee/Griessee crater, Lake Obing crater, the Tittmoning (Asten, Leitgering) craters, Lake Chiemsee multiple crater, Eglsee crater, Lake Eschenau and Lake Laubensee craters, Lake Bärnsee crater, Lake Tüttensee crater ensemble. – K. Ernstson and J. Poßekel

The Chiemgau Impact (Germany) meteorite crater strewn field and the role of Digital Terrain Models. – Model craters, Part 2: the Bergham, Riederting, Seeon Natural-Monument, Purkering and Windschnur medium-sized craters. – Kord Ernstson and Jens Poßekel 

The Chiemgau Impact (Germany) meteorite crater strewn field. Model craters, Part 1: the small #004 Emmerting, Kaltenbach and Mauerkirchen
craters, and the role of Digital Terrain Models. – K. Ernstson, H.-P. Matheisl, J. Poßekel, and W. Mayer

Hervorgehoben

Haag: Toteiskessel-Wanderweg – Impakt statt Eiszeit

Eiszeit vs. Impakt – Toteislöcher vs. Meteoritenkrater

Ein neuer Artikel, der die sogenannten Toteislöcher, Toteiskessel oder Toteiswannen der Alpen-Vergletscherung, die vielfach als Geotope durch das bayerischen LfU ausgewiesen werden, einmal wieder in Frage stellt: Der touristische Toteiskessel-Wanderweg von Haag in Oberbayern.

Der Artikel kann hier heruntergeladen werden:

Der Toteiskessel-Wanderweg von Haag i.Obb. und das Digitale Geländemodell DGM 1: Die Eiszeit-Toteislöcher entpuppen sich als zu
einem Meteoritenkrater-Impaktstreufeld gehörig

von Kord Ernstson und Jens Poßekel

Angebliches Toteisloch, Geotop des bayerischen LfU. – Airburst-Impaktkrater im Digitalen Geländemodell DGM 1. Stark überhöht. Durchmesser Wall zu Wall 50 m. Ein diametrales Profil zeigt Zentralhügel und peripheren Muldenring.

Hervorgehoben

Neuer Artikel zum Digitalen Geändemodell in der Impaktforschung

Hier kann der komplette Artikel als PDF heruntergeladen werden:

https://www.impaktstrukturen.de/wp-content/uploads/2025/08/21.8-Die-Schlitzer-Kauten.pdf

*********************************************************

Die Schlitzer Kauten (Hessen) und das hochauflösende Digitale Geländemodell DGM 1: ein Airburst-Impaktereignis mit einem Krater-Streufeld

Kord Ernstson1, Jens Poßekel2 und Rudolf Auth3

[The Schlitzer Kauten (Hesse, Germany) and the high-resolution Digital Terrain Model DGM 1: a low-altitude airburst impact event with a crater strewn field]

[The Schlitzer Kauten (Hesse, Germany) and the high-resolution Digital Terrain Model DGM 1: a low-altitude airburst impact event with a crater strewn field]

Zusammenfassung. – Die drei Dekameter großen kesselförmigen Hohlformen der Schlitzer Kauten im hessischen Buntsandstein sind ein auffälliges geologisches Merkmal, das in der Vergangenheit verschiedene Deutungen der Entstehung erfahren hat. Eine neue Erkundung des Areals mit den enormen Möglichkeiten des Digitalen Geländemodells DGM 1 und seiner extremen Auflösung (bis in den Dezimeterbereich horizontal, bis in den Zentimeterbereich vertikal) zeigt, dass die Kauten selbst viel komplexer aufgebaut sind als bisher registriert, und dass sie zu einem ganzen Streufeld von Kratern der unterschiedlichsten Größen und Formen gehören. Die Interpretation der Entstehung sieht einen kosmischen Airburst nahe der Erdoberfläche mit einem ausgedehnten multiplen Impakt („low-altitude touchdown airburst impact“), der sich wahrscheinlich im Holozän ereignet hat. Eine Verwandtschaft zu ähnlichen holozänen Impaktereignissen in Deutschland und Tschechien ist unübersehbar. Bisherige Modelle der Entstehung der Kauten wie Einsturz-Strukturen oder fossile Pingos können ausgeschlossen werden.

Abstract. – The three decameter-wide, kettle-shaped hollow formations of the Schlitzer Kauten in the Hessian Lower Triassic Buntsandstein field are a striking geological feature that has been interpreted in various ways in the past. A new exploration of the area using the enormous possibilities offered by the digital terrain model DGM 1 and its extreme resolution (down to the decimeter range horizontally and the centimeter range vertically) shows that the Kauten themselves are much more complex in structure than previously recorded and that they belong to an entire strewn field of impact features of various sizes and shapes. The interpretation of their formation involves a cosmic airburst near the Earth’s surface with an extensive multiple impact (“low-altitude touchdown airburst impact”), which probably occurred in the Holocene. A connection to similar Holocene impact events in Germany and the Czech Republic is obvious. Previous models of the formation of the depressions, such as collapse structures (sink holes) or fossil pingos, can be ruled out.

Hervorgehoben

Was die KI zum Saarland-Impakt sagt

Der Saarland-Impakt bezieht sich auf eine als Impaktstruktur identifizierte Region im Saarland, Deutschland, die durch zwei Krater, Nalbach und Saarlouis, gekennzeichnet ist. Diese Impaktstruktur wurde erst in den letzten Jahren entdeckt und erforscht und ist von besonderem Interesse, da sie Hinweise auf einen Meteoriteneinschlag mit starker Stoßwellenmetamorphose und weiteren typischen Impaktmerkmalen liefert. 

Die beiden Krater:

  • Nalbach-Krater: Ein kleinerer Krater mit einem Durchmesser von etwa 200 Metern.
  • Saarlouis-Krater: Ein größerer Krater mit einem Durchmesser von etwa 2,3 Kilometern, der auch als „Semi-Krater“ bezeichnet wird, da er teilweise erodiert ist. 

Bedeutung und Besonderheiten:

  • Die Krater sind nicht isoliert, sondern Teil eines größeren Streufelds, das durch das Auswurfmaterial des Einschlags entstanden ist. 
  • Die Funde von stark metamorph überprägten Gesteinen (Impaktite), darunter Impaktgläser, polymikte Brekzien und Schock-Shatter-Cones, deuten auf einen starken Impakt hin. 
  • Die Entdeckung von Impaktiten in Verbindung mit menschlichen Knochen unterhalb einer Kirche in Nalbach schließt menschliche oder industrielle Ursachen für die Gesteine aus. 
  • Die Untersuchung von carbonreichen, schaumartigen Gesteinen, die als „Glas-ähnliche Kohlenstoffe“ klassifiziert wurden, ergab, dass sie aus verkohlten Fichtenholzresten stammen, die durch den Impakt verändert wurden. 
  • Die Datierung der Gesteine mittels Radiokarbonmethode deutet auf eine Beeinflussung durch den Impakt hin, was die organischen Altersbestimmungen ungültig macht. 
  • Die Funde von Osbornit, einem sehr seltenen meteoritischen Mineral, in den Impaktgesteinen sind ebenfalls bemerkenswert. 

Forschungsstand:

  • Die Erforschung des Saarland-Impakts wird seit einigen Jahren intensiv betrieben, wobei regelmäßig Forschungsbeiträge auf internationalen Konferenzen wie der LPSC (Lunar & Planetary Science Conference) und der AGU (American Geophysical Union) vorgestellt werden.
  • Es gab auch öffentliche Veranstaltungen mit Vorträgen und Ausstellungen, um die Ergebnisse der Forschung der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. 

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Saarland-Impakt ein wichtiges Beispiel für eine Impaktstruktur ist, das durch seine Krater, das Streufeld und die damit verbundenen Gesteine neue Erkenntnisse über die Auswirkungen von Meteoriteneinschlägen liefert. 

In einer Hinsicht müssen wir die KI korrigieren. Das Impakt-Streufeld ist nicht durch das Auswurfmaterial der Krater entstanden, sondern wird durch eigenständige Einschläge aus einer Explosionswolke eines im Saarland wirksam gewordenen großen Airburst-Impakts gebildet.

Eine neue Zeitschrift zur Impakt-Forschung: Open Access, Peer Review

Die Peer-Review Zeitschrift vertritt alle Aspekte der Impakt-Forschung zu terrestrischen Impakten durch Airbursts, Kometen und Asteroiden. – Anklicken des Bildes führt in diese neue Welt der Impakt-Forschung.

Unter der Schirmherrschaft der ScienceOpen-Plattform bietet diese neue Zeitschrift ein Publikationsforum, das in der globalen Impact-Forschungsgemeinschaft wohl seinesgleichen sucht. Diese als Open-Access-Journal konzipierte Zeitschrift für qualitativ hochwertige Beiträge ist eine Antwort auf das, was ein neuer Bericht (1.4.2023) in der Zeitschrift NATURE als einen starken Anstieg der Zahl rein wissenschaftlich/technischer Artikel in den letzten Jahrzehnten beschreibt, bei einem drastischen Rückgang der eingereichten Artikel, die in neue, aufregende, „disruptive“, Paradigmen in Frage stellende Richtungen weisen. Begleitet wird diese Entwicklung leider von zunehmend inkompetenten und teilweise manipulierten Peer-Review-Verfahren, wofür es mehrere nachdenklich stimmende Belege gibt, die hier direkt mit Bezug auf eine kleine Gruppe von Impaktforschern der sogenannten „impact community“ besonders angesprochen werden.

Was drückt diese alarmierende Entwicklung besser aus als die Tatsache, dass bei MDPI-Zeitschriften z.B. das Editorial Board bei Minerals 405 Mitglieder und das Reviewer Board 274 Mitglieder hat, und bei Geosciences 300 Mitglieder das Editorial Board und 198 Mitglieder das Topical Advisory Panel besetzen.

Diese neue Zeitschrift wird einen anderen Charakter haben, und eine ausführliche Einführung und Übersicht (Ziele und Rahmen, Einreichung von Artikeln, Statistiken über veröffentlichte Artikel, Peer-Review-Verfahren und vieles mehr) finden Sie, wenn Sie auf das Bild oben klicken. Als Besonderheit wird hier bereits hinzugefügt, dass die Zeitschrift auch hochwertige Poster und iPoster, die von Tagungen (z.B. LPSC, AGU Fall Meeting, MetSoc Meeting) angenommen wurden, für die Veröffentlichung in dieser Zeitschrift berücksichtigt.

Saarland-Impakt Vortrag und Ausstellung

Das PDF der kompletten Präsentation in Wallerfangen kann hier angeklickt werden

Der Saarland-Impakt mit dem Nalbach-Krater und dem Saarlouis-Krater:

Nördlinger Ries-Krater, Steinheimer Becken und Chiemgau-Impakt bekommen Gesellschaft.

Nach rund 10 Jahren der Erforschung des neu entdeckten Impakt-Ereignisses im Saarland nahe der französischen Grenze findet nach regelmäßigen Forschungsbeiträgen zu den internationalen Tagungen von LPSC (Lunar & Planetary Science Conference) und AGU (American Geophysical Union) nunmehr die erste öffentliche Veranstaltung mit Vortrag und Ausstellung zum Saarland-Impakt statt. Der allgemeinverständliche Vortrag von Prof. Ernstson, der für eine anschließende Diskussion offen ist, widmet sich der Geschichte der Entdeckung und dem gegenwärtig neusten Stand der geologischen, mineralogisch-petrographischen, geochemischen und geophysikalischen Erforschung dieses für Deutschland ganz bemerkenswerten Impakt-Ereignisses. Die Sonderausstellung umfasst ein Dutzend sehr großformatiger Poster zum Thema Saarland-Impakt im Rahmen der internationalen Impaktforschung, sowie eine Präsentation in Vitrinen von „einschlägig“ charakteristischen Impaktgesteinen aus dem weitflächigen Saarland-Impaktareal in Gegenüberstellung zu Impaktiten aus vielen anderen Impakt-Strukturen weltweit.

http://saarland-impakt.de/

Hinfällige Einladung an Autoren – Keine Beiträge mehr zur Sonderausgabe der MDPI Zeitschrift GEOSCIENCES zum Thema „Terrestrial Meteorite Impacts and Impact Cratering“

Die hässliche Seite des Peer Review.

Die Gasteditoren der Sonderausgabe (Special Issue) zum Thema irdische meteoritische Impakte und Impaktstrukturen, Prof. Dr. Kord Ernstson (Editor-in-Chief), Dr. Allen West, Dr. Gerhard Schmidt (Co-Editors) haben die Zusammenarbeit mit dem MDPI Journal Geosciences mit sofortiger Wirkung aufgekündigt (mit Bestätigung von MDPI). Der Grund ist eine unerträgliche und hässliche Manipulation des Peer Review-Prozesses bei zur Sonderausgabe eingereichten Fachartikeln. Danach erfolgte von Geosciences unwidersprochen ein externer Eingriff (mit ziemlicher Sicherheit aus der sogenanten engeren „impact community“) in den praktisch positiv beendeten Review-Prozess mehrerer Artikel mit einem finalen REJECT durch das Geosciences Academic Editorial, ohne dass wir als verantwortliche Editoren der Sonderseite auch nur mit einem einzigen Wort in Kenntnis gesetzt wurden.

Diese gegen alle wissenschftliche Ethik (die von MDPI anscheinend so hoch gehalten wird), massiv verstoßene Praxis ist unerträglich für uns geworden. Die bereits für das Special Issue angekündigten vier Fachartikel sind in Vorbereitung für ein ehrlicheres Publikationsorgan.

Neue Artikel zum Chiemgau-Impakt – Open Access – Archäologie und Eisensilizide

Der Chiemau-Impakt mit dem grob 60 km x 30 km großen Meteoritenkrater-Streufeld und weit über 100 Einschlägen, der als das gegenwärtig weltweit bedeutedste holozäne Impaktereignis in vorgeschichtlicher Zeit (900-600 v. Chr.) zu gelten hat, ist durch zwei jüngst publizierte Artikel einmal wieder in den Vordergrund gerückt. Als Open Access Paper können sie frei heruntergeladen werden.

Barbara Rappenglück, Michael Hiltl, Jens Poßekel, Michael A. Rappenglück, Kord Ernstson:

PEOPLE EXPERIENCED THE PREHISTORIC CHIEMGAU METEORITE IMPACT – GEOARCHAEOLOGICAL EVIDENCE FROM SOUTHEASTERN GERMANY:
A REVIEW.

Kord Ernstson, Frank Bauer, Michael Hilt:

A Prominent Iron Silicides Strewn Field and Its Relation to the Bronze Age/Iron Age Chiemgau Meteorite Impact Event (Germany)