Rubielos de la Cérida-Impaktstruktur, Spanien:

 

Teil eines riesigen, grob 300 m großen Steinbruchs in unglaublich stark zerstörten Muschelkalk-Kalksteinen (A). Innerhalb der vollständig brecciierten Gesteine mit Gries-Brecciierung und Mörteltextur erkennt man bis zu kubikmeter-große weiße Blöcke aus karbonatischem Material (B). Unter dem Mikroskop zeigt dieses hochporöse Material sehr geringer Dichte ein ausgeprägtes blasiges Gefüge (C; Bildbreite 7 mm).Deutung: Nimmt man für die massiven und dichten Kalksteine eine Druckfestigkeit von vielleicht 150 – 200 MPa (= 1.5 – 2 kbar) an, so müssen wir für die Deformationen Drücke annehmen, die über diesen Werten liegen – und zwar nicht nur lokal sondern durchgehend in dem riesigen Gesteinsvolumen. Dafür scheiden tektonische Vorgänge absolut aus. Bei der Enstehung von großen Impaktstrukturen sind im Verlauf der Exkavations- und/oder Modifikationsphase solche großvolumigen drastischen Deformationen dagegen zu erwarten. Die eingeschalteten Blöcke aus weißem blasigem Material deuten wir als Relikte einer Karbonatschmelze bzw. als Rekombinationsprodukte einer Dekarbonatisierung. Für die dafür notwendigen sehr hohen Temperaturen kommen Schockwellen aber auch extreme Reibungen in den Gesteinen in Frage.

 

Willkommen

Willkommen auf der ganz neu gestalteten Seite: Ernstson Claudin Impaktstrukturen. Wir haben gründlich entrümpelt, eine Menge Fehler beseitigt und vor allem die Seiten über die Impaktgesteine (Impaktite) mit sehr vielen neuen Proben aus unserer Gesteinssammlung maßgeblich erweitert. Insgesamt findet sich eine erhebliche Erweiterung des gesamten Komplexes Impakt und Geologie, der weiter zum Verständnis dieses geologisch eindrucksvollen Prozesses beitragen soll.

Einen Schwerpunkt bilden weiterhin die Forschungen zum multiplen Azuara-Impaktereignis in Spanien mit der Azuara-Impaktstruktur und dem Rubielos de la Cérida-Impaktbecken.  Obgleich der Chiemgau-Impakt, nach Ries und Steinheimer Becken das dritte deutsche Impaktereignis, zunehmend aufregende Ergebnisse zeitigt und weitgehend auf Akzeptanz, vor allem im Ausland, stößt, wollen wir hier auf der Seite das Thema nicht intensiver behandeln, sondern stattdessen auf eine eigens „zuständige“ Webseite verweisen, die ganz unten in der linken Menüsäule mit einer kleinen Einführung angeklickt werden kann.

Nachdem die Seite in der letzten Zeit etwas „eingefroren“ erschien, wollen wir uns bemühen, regelmäßig für etwas mehr Abwechslung zu sorgen.

Bei einer solch umfangreichen Neugestaltung kann es nicht ausbleiben, dass noch nicht alles nach Plan läuft und Fehlfunktionen mit Sicherheit hier und da noch auftreten. Für entsprechende Hinweise wären wir dankbar.