Besondere Brekzien

Weitere besondere Brekzien im Rubielos de la Cérida-Impaktbecken

Impaktbrekzie bei Singra

Diese Brekzie (Vorder- und Rückseite einer polierten Scheibe sowie Detailansichten in den nachfolgenden Bildern) stammt von einer Hügelkette zwischen dem westlichen Beckenrand und der Zentralbergkette. Die Hügel ragen aus dem Quartär des Beckenbodens und mögen ein Analogon zu einem inneren Ring in kreisförmigen Impaktstrukturen sein. Die Muschelkalk-Kalksteine der Hügel sind durch und durch zertrümmert, sie zeigen Vergriesung, Mörteltextur und kataklastisches Fließgefüge. In vielen Teilen durchziehen ganze Netzwerke aus monomikten und polymikten Breccien das Gestein. Häufig beobachtet man Dekarbonatisierung, und blasiges weißes Material könnte reliktische Karbonatschmelze sein.

Abb. 1. Vorderseite ….

Abb. 2. … und Rückseite einer aus der Brekzie von Singra gesägten Scheibe.

Abb. 3. Brekziengang.

Abb. 4. Brekziengänge (teilweise mit sekundärem Calcit gefüllt) und beginnende Dekarbonatisierung/beginnendes ?Schmelzen (die weißen Flecken).

Abb. 5. Kataklastisches Fließgefüge und beginnende Dekarbonatisierung/beginnendes ?Schmelzen.

Abb. 6. Mögliche Relikte karbonatischer Schmelze in einem Brekziengang.

 

Impaktbrekzie bei Orrios 

Abb. 7. Monomikte Bewegungsbrekzie (Jura-Kalksteine) mit Vergriesung und Mörteltextur. Viele Komponenten scheinen Spuren einer Dekarbonatisierung (als Folge einer Schockbeanspruchung oder von Reibungshitze) aufzuweisen. Mehrere Fragmente zeigen eine deuliche Zonierung der Dekarbonatisierung (siehe die Vergrößerungen in Abb. 8 und 9).

Abb. 8, 9. Nahaufnahmen von Brekzienkomponenten in Abb. 7. Man beachte die ausgesprochene Zonierung einer Dekarbonatisierung.

Abb. 9.

 

Monomikte Bewegungsbrekzie in der Megabrekzie zwischen Escorihuela und El Pobo/Corbalán.

Abb. 10. Typische Mörteltextur einer monomikten Impaktbrekzie.

 

Gangbrekzie bei Olalla 

Abb. 11. Diese Probe stammt von der Gangwand einer mächtigen Gangbrekzie. Sie zeichnet sich dadurch aus, daß sie nur Komponenten aus dem Nachbargestein (Muschelkalk-Kalkstein) enthält, die in einer Matrix aus akkretionären Lapilli (Lapillistein) schwimmen. Offenbar war das injizierte Lapillimaterial aus der Explosionswolke des Impaktes heiß genug, um die Kalksteinfragmente randlich zu dekarbonatisieren (siehe die Vergrößerung in Bild weiter unten). Mehr über diese und andere akkretionären Impakt-Lapilli auf http://www.impaktstrukturen.de/Archiv/archiv.html . 

Abb. 12. Nahaufnahme der Brekzie von Abb. 11.

 

Basale Suevitbreccie in der Nähe von Celadas in der Zentralbergkette.

 Die Bildung und Ablagerung dieser basalen Suevitbrekzie muß ein sehr komplexer Prozeß gewesen sein, wie es bereits für die Basalbrekzie in der Azuara-Struktur erörtert worden ist (siehe Ernstson & Fiebag 1992). So zeigen nicht nur die Brekzienkomponenten mehrere Generationen der Brekziierung (Brekzien-in-Brekzien), sondern es gibt ebenso Generationen in der Brekzienmatrix. Sie zeigen eine Abfolge von Fließen, Verfestigung und Einlagerung als Klasten, ohne daß sich die einzelnen Matrixgenerationen durchmischen (siehe das Bild unten).

Abb. 13. Entstehung von Matrix-Generationen: Bildung der graufarbenen Brekzienmatrix mit Fließgefüge – Verfestigung – Zerbrechen und Einlagerung (oder auch umgekehrt) der Matrix der ersten Generation als Komponente der zweiten, rötlich gefärbten Matrix.